Programm der ZAT 22

17:00–17:30 Uhr
Klei­nes Foy­er, Müh­len­foy­er
Ankom­men und infor­mel­le Begrü­ßung im Klei­nen Foy­er und im Mühlenfoyer

17:30–18:00 Uhr
Gruß­wor­te durch Vor­stän­de und BA im Müh­len­foy­er

18:00–19:00 Uhr
AbendĀ­essen in der BA

19:00–21:00 Uhr: In transĀ­kulĀ­tuĀ­relĀ­le Gesprä­che kommen

Mit ImpulĀ­sen unter andeĀ­rem von Prof. Dr. EliĀ­se von Bernstorff (HBK BraunĀ­schweig) und GrietĀ­je HanĀ­sen (LeibĀ­niz UniĀ­verĀ­siĀ­tƤt HanĀ­noĀ­ver) und SanĀ­dra ChatĀ­terĀ­jee. ModeĀ­raĀ­tiĀ­on: LeyĀ­la Ercan

Der TransĀ­kulĀ­tuĀ­raĀ­liĀ­tƤtsĀ­beĀ­griff geht mit WolfĀ­gang Welsch von der grundĀ­leĀ­genĀ­den TheĀ­se aus, dass wir alle – und heuĀ­te umso mehr – im ProĀ­zess der GloĀ­baĀ­liĀ­sieĀ­rung durch weltĀ­weiĀ­te MigraĀ­tiĀ­on und intenĀ­siĀ­ven kulĀ­tuĀ­relĀ­len AusĀ­tausch ā€žkulĀ­tuĀ­relĀ­le MischĀ­linĀ­geā€œ sind.  ā€žTransĀ­kulĀ­tuĀ­raĀ­liĀ­tƤt und nicht etwa MonoĀ­kulĀ­tuĀ­raĀ­liĀ­tƤt kennĀ­zeichĀ­net demĀ­nach die humaĀ­ne ExisĀ­tenz.ā€œ KulĀ­tuĀ­ren seiĀ­en nicht wie bei HerĀ­der als innen homoĀ­geĀ­ne und nach außen abweiĀ­senĀ­de KugeliĀ­denĀ­tiĀ­tä­ten zu verĀ­steĀ­hen, sonĀ­dern hisĀ­toĀ­risch hybrid und durch ā€žVerĀ­flechĀ­tunĀ­gen und GemeinĀ­samĀ­keiĀ­tenā€œ gekennĀ­zeichĀ­net. PostĀ­moĀ­derĀ­ne GesellĀ­schafĀ­ten sind intern vielĀ­fƤlĀ­tig difĀ­feĀ­renĀ­ziert und extern stark verĀ­flochĀ­ten: Es gibt grenz­überĀ­greiĀ­fend gemeinĀ­saĀ­me LebensĀ­forĀ­men und transĀ­kulĀ­tuĀ­relĀ­le HybriĀ­diĀ­sieĀ­runĀ­gen, ā€ždie TrennĀ­schƤrĀ­fe zwiĀ­schen Eigen- und FremdĀ­kulĀ­tur verĀ­schwinĀ­det zunehĀ­mendā€œ. DieĀ­ser TransĀ­forĀ­maĀ­tiĀ­onsĀ­proĀ­zess betrifft alle kulĀ­tuĀ­relĀ­len DimenĀ­sioĀ­nen, ā€žMenĀ­schenĀ­rechĀ­te, FemiĀ­nisĀ­mus und ƖkoĀ­loĀ­gie stelĀ­len heuĀ­te mƤchĀ­tiĀ­ge WirkĀ­fakĀ­toĀ­ren quer durch die verĀ­schieĀ­deĀ­nen GesellĀ­schafĀ­ten darā€œ.

IndiĀ­viĀ­duĀ­en kƶnĀ­nen heuĀ­te prinĀ­ziĀ­piĀ­ell mit einer VielĀ­falt kulĀ­tuĀ­relĀ­ler MusĀ­ter bekannt werĀ­den und intern unterĀ­schiedĀ­liĀ­che kulĀ­tuĀ­relĀ­le EleĀ­menĀ­te in sich verĀ­binĀ­den, innerĀ­lich pluĀ­ral werĀ­den – sich durch TransĀ­forĀ­maĀ­tiĀ­onsĀ­proĀ­zesĀ­se des Selbst- und WeltĀ­verĀ­hƤltĀ­nisĀ­ses bilĀ­den. Dadurch wird InkluĀ­siĀ­on mƶgĀ­lich, dass durch interĀ­ne TransĀ­kulĀ­tuĀ­raĀ­liĀ­tƤt GemeinĀ­samĀ­keiĀ­ten mit der IdenĀ­tiĀ­tƤt andeĀ­rer IndiĀ­viĀ­duĀ­en geseĀ­hen werĀ­den kƶnĀ­nen, die dar­über in KomĀ­muĀ­niĀ­kaĀ­tiĀ­on mitĀ­einĀ­anĀ­der kommen.

  1. Was bedeu­tet Trans­kul­tu­ra­li­tät all­ge­mein und spe­zi­ell für das Schultheater?
  2. Was folgt dar­aus für eine trans­kul­tu­rel­le Thea­ter­päd­ago­gik in Schu­le? Wie kann und soll­te die­se gestal­tet werden?
  3. Was kann das Fach Thea­ter in Schu­le für trans­kul­tu­rel­le Bil­dung und Schul­ent­wick­lung leis­ten? Wie kön­nen wir trans­kul­tu­rel­le Thea­ter­pro­jek­te in Schu­le und schul­über­grei­fend realisieren?


Anschlie­ßend

Zeit für gemütĀ­liĀ­chen AusĀ­tausch im MühĀ­lenĀ­foyĀ­er und im KleiĀ­nen Foyer

8:00–9:00 Uhr
FrühĀ­stück in der BA

bis 10:00 Uhr
Fahrt nach BraunĀ­schweig Innenstadt

ca. 10:00–11:30 Uhr
Audio Walk in BraunĀ­schweigs InnenĀ­stadt:

ā€žstadt.sehen.hƶren.ā€ – Ein transĀ­kulĀ­tuĀ­relĀ­ler AudioĀ­walk – GRINS e.V. mit TheĀ­reĀ­sa MeiĀ­dinĀ­ger und Esther JurĀ­kieĀ­wicz
Alles Leben in der NƤhe von MenĀ­schen ist umgeĀ­ben von HƤuĀ­sern, Stra­ßen, Autos, FahrĀ­rä­dern, TieĀ­ren wie HunĀ­den, KatĀ­zen oder Vƶgeln, BƤuĀ­me zieĀ­ren die Alleen oder Parks, in den gro­ßen SchauĀ­fensĀ­tern leuchĀ­ten die ReklaĀ­meĀ­schilĀ­der, um die Ecke gibt es Sushi, PirogĀ­gen oder Baguette und von deiĀ­nem FensĀ­ter aus lasĀ­sen sich die MinaĀ­retĀ­te ebenĀ­so gut erkenĀ­nen, wie das Taj Mahal. Stimmt’s? Oder stimmt’s nicht? Und wenn es nicht stimĀ­men sollĀ­te, wir leben in einer gloĀ­baĀ­liĀ­sierĀ­ten Welt. MigraĀ­tiĀ­onsĀ­geĀ­schichĀ­ten, AusĀ­landsĀ­aufĀ­entĀ­halĀ­te, UrlaubsĀ­reiĀ­sen, meist spreĀ­chen wir auch mehr als eine SpraĀ­che flie­ßend. Ein AUDIOWALK, in welĀ­chem wir uns den wachĀ­senĀ­den VerĀ­binĀ­dunĀ­gen von KulĀ­tuĀ­ren und SpraĀ­chen widĀ­men. Wir verĀ­miĀ­schen SchauĀ­plƤtĀ­ze und KulĀ­tuĀ­ren mitĀ­einĀ­anĀ­der und gestalĀ­ten unser eigeĀ­nes BraunĀ­schweig. Bunt. Offen. Vielseitig.

BitĀ­te KopfĀ­hö­rer für das eigeĀ­ne SmartĀ­phone mitĀ­brinĀ­gen und den Walk ā€œMitĀ­te – InnenĀ­stadtā€ ggf. vorĀ­ab downĀ­loaĀ­den! ​​
https://www.grinsverein.de/audiowalk/

danach
Rück­fahrt nach Wol­fen­büt­tel

12:30–13:30 Uhr
MitĀ­tagĀ­essen in der BA

14:00–18:00 Uhr
WORKSHOPS:

A) TransĀ­kulĀ­tuĀ­rell anfangen

Matin SooĀ­fiĀ­pour Omam

Der SchwerĀ­punkt des WorkĀ­shops liegt im GestalĀ­ten und AusĀ­proĀ­bieĀ­ren des KenĀ­nenĀ­lerĀ­nens in theaĀ­terĀ­pƤdĀ­agoĀ­giĀ­schen ProĀ­jekĀ­ten sowohl im schuĀ­liĀ­schen als auch im außerĀ­schuĀ­liĀ­schen KonĀ­text und bieĀ­tet Raum zur RefleĀ­xiĀ­on für die AnwendĀ­barĀ­keit. Wir erproĀ­ben vielĀ­fƤlĀ­tiĀ­ge EinĀ­stieĀ­ge, um einen gemeinĀ­saĀ­men Start und dynaĀ­miĀ­sche, transĀ­kulĀ­tuĀ­relĀ­le ProĀ­zesĀ­se in einer GrupĀ­pe anzuĀ­sto­ßen und erforĀ­schen mƶgĀ­liĀ­che ZugƤnĀ­ge, wie wir in einen künstĀ­leĀ­riĀ­schen, aber auch senĀ­siĀ­blen und achtĀ­saĀ­men Anfang gestalĀ­ten und mit der GrupĀ­pe in einen transĀ­kulĀ­tuĀ­relĀ­len, kreaĀ­tiĀ­ven DiaĀ­log  komĀ­men kƶnĀ­nen. DieĀ­ses AngeĀ­bot richĀ­tet sich an PƤdagog*innen sowie an InterĀ­esĀ­sierĀ­te aus dem außerĀ­schuĀ­liĀ­schen Bereich, die sich mit dem transĀ­kulĀ­tuĀ­relĀ­len Forming einer GrupĀ­pen- bzw. KlasĀ­senĀ­dyĀ­naĀ­mik und MethoĀ­den der TheaĀ­terĀ­pƤdĀ­agoĀ­gik ausĀ­einĀ­anĀ­derĀ­setĀ­zen wollen.

B) Hear your voice

Nina de la Chevallerie

In den letz­ten Mona­ten haben die Theatermacher*innen von boat peo­p­le pro­jekt ver­stärkt in trans­kul­tu­rel­len Teams an Schu­len gear­bei­tet zu der The­men­über­schrift HEAR YOUR VOICE. Dabei ging und geht es dar­um, die The­men der SuS auf­zu­grei­fen, kon­tro­ver­se Dis­kus­sio­nen thea­tral sicht­bar zu machen und die ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven zu hören. Sowohl das Ein­an­der-Zuhö­ren als auch der Ver­such die eige­ne Per­spek­ti­ve kennt­lich zu machen und ggf. zu über­prü­fen oder gar zu ver­än­dern wur­de mit unter­schied­li­chen künst­le­ri­schen Mit­teln aus­pro­biert. Die­se Metho­den wer­den im Work­shop exem­pla­risch erprobt, reflek­tiert und wei­ter­ent­wi­ckelt an inhalt­lich dis­kur­si­ven The­men wie Ehr­be­griff, Gen­der­de­fi­ni­ti­on, Femi­nis­mus, Nationalismus.

C) Table ConĀ­verĀ­saĀ­tiĀ­ons #4 – BeweĀ­gung zwiĀ­schen Kulturen

SanĀ­dra Chatterjee

In dieĀ­sem WorkĀ­shop basieĀ­rend auf ā€šTable ConĀ­verĀ­saĀ­tiĀ­ons’ werĀ­den Tische PlattĀ­forĀ­men des AusĀ­tauĀ­sches und MiniaĀ­turĀ­bühĀ­nen.  In ā€šguiĀ­ded silent conĀ­verĀ­saĀ­tiĀ­ons’ wird zunƤchst kƶrĀ­perĀ­lich – über den Tisch hinĀ­weg – komĀ­muĀ­niĀ­ziert. Dabei proĀ­bieĀ­ren wir gemeinĀ­sam KomĀ­muĀ­niĀ­kaĀ­tiĀ­onsĀ­anĀ­leiĀ­tunĀ­gen perĀ­forĀ­maĀ­tiv und spieĀ­leĀ­risch aus – zunƤchst kƶrĀ­perĀ­lich und ohne (gesproĀ­cheĀ­ne) SpraĀ­che, um uns dann auch in verĀ­baĀ­le DiaĀ­loĀ­ge über TransĀ­kulĀ­tuĀ­raĀ­liĀ­tƤt und BeweĀ­gung zu begeĀ­ben.
Das ForĀ­mat der Table ConĀ­verĀ­saĀ­tiĀ­ons basiert auf einer perĀ­forĀ­maĀ­tiĀ­ven ReiĀ­he, die ab 2012 zwiĀ­schen SanĀ­dra ChatĀ­terĀ­jee, Chris LechĀ­ner und SuniĀ­ta AsnaĀ­ni entstand.

Workshopleitende

Nina de la Chevallerie 
ProĀ­duĀ­zenĀ­tin und RegisĀ­seuĀ­rin beim FreiĀ­en TheaĀ­ter boat peoĀ­pĀ­le proĀ­jekt, das sich seit 2009 mit gesellĀ­schaftsĀ­poĀ­liĀ­tiĀ­schen TheĀ­men ausĀ­einĀ­anĀ­derĀ­setzt, immer in verĀ­schieĀ­deĀ­nen KonĀ­stelĀ­laĀ­tioĀ­nen und auf der Suche nach ForĀ­maĀ­ten, die interĀ­akĀ­tiv funktionieren. 
Matin SooĀ­fiĀ­pour Omam 
Matin SooĀ­fiĀ­pour Omam, 1984 in Lahijan/Iran geboĀ­ren, ist freiĀ­schafĀ­fenĀ­de Autorin, DraĀ­maĀ­turĀ­gin und TheaĀ­terĀ­maĀ­cheĀ­rin in BerĀ­lin. Sie stuĀ­dierĀ­te an der TeheĀ­raĀ­ner UniĀ­verĀ­siĀ­tƤt draĀ­maĀ­tiĀ­sche LiteĀ­raĀ­tur und szeĀ­niĀ­sches SchreiĀ­ben sowie an der UniĀ­verĀ­siĀ­tƤt der KünsĀ­te in BerĀ­lin TheaĀ­terĀ­pƤdĀ­agoĀ­gik. Seit 2013 arbeiĀ­teĀ­te sie als TheaĀ­terĀ­pƤdĀ­agoĀ­gin am Grips TheaĀ­ter BerĀ­lin. Anschlie­ßend wechĀ­selĀ­te sie an das DüsĀ­selĀ­dorĀ­fer SchauĀ­spielĀ­haus, wo sie bis 2019 auch an unterĀ­schiedĀ­liĀ­chen InszeĀ­nieĀ­runĀ­gen als Autorin mitĀ­wirkĀ­te. Seit 2012 schreibt sie für die KolĀ­lekĀ­tiĀ­ve Suite 42, ProĀ­jekt-il und walĀ­traud 900 und ist seit 2015 konĀ­zepĀ­tioĀ­nell und als PerĀ­forĀ­meĀ­rin bei der ReiĀ­he Ā»GeschichĀ­ten aus der StadtĀ« in BerĀ­lin aktiv. Ab der SpielĀ­zeit 2021/22 arbeiĀ­tet sie fest als DraĀ­maĀ­turĀ­gin am TheaĀ­ter an der ParkĀ­aue, Berlin. 
SanĀ­dra Chatterjee 
SanĀ­dra ChatĀ­terĀ­jee ist ChoĀ­reoĀ­graĀ­phin und WisĀ­senĀ­schaftĀ­leĀ­rin im Bereich CulĀ­tuĀ­re und PerĀ­forĀ­mance, und TanzĀ­wisĀ­senĀ­schaft. Zu ihren aktuĀ­elĀ­len ProĀ­jekĀ­ten zƤhlt die choĀ­reoĀ­graĀ­phiĀ­sche Arbeit mit Gerü­chen (2021 ProĀ­jekt: SMELLS OF RACISM); die OrgaĀ­niĀ­saĀ­tiĀ­on von CHAKĀ­KAĀ­Rs – Moving InterĀ­venĀ­tiĀ­ons, das ForĀ­schungsĀ­proĀ­jekt BorĀ­der – Dancing Across Time an der UniĀ­verĀ­siĀ­tƤt SalzĀ­burg. Für 2020–2022 wurĀ­de sie als KünstĀ­leĀ­rin der interĀ­naĀ­tioĀ­naĀ­len AusĀ­tausch und ProĀ­dukĀ­tiĀ­onsĀ­plattĀ­form FREISCHWIMMEN ausgewƤhlt. 

18:00–19:00 Uhr
AbendĀ­essen in der BA

19:00–20:30 Uhr
Müh­len­foy­er
FilmĀ­preĀ­mieĀ­re ā€ž1300 KM UND EIN KLICKā€ (von Uta PlaĀ­te und AaiĀ­ke Stuart (BildĀ­reĀ­gie) / GoeĀ­the InstiĀ­tut BelĀ­grad, 2022) + anschlie­ßenĀ­des GesprƤch via Zoom.

Das par­ti­zi­pa­ti­ve Film­pro­jekt mit 19 Jugend­li­chen aus Val­je­vo (Ser­bi­en) und Ber­lin (Deutsch­land) zeigt, wie trotz der Fer­ne ein Tausch­han­del an Geschich­ten, Gedan­ken und Ideen statt­fin­den kann. Der Pro­zess der Begeg­nung, näm­lich in 1:1 Matches, erzählt, wie aus Fremd­bil­dern Nah­auf­nah­men wer­den. Das Publi­kum erhält Ein-Sich­ten in jugend­li­che Lebens­wel­ten in Ser­bi­en und Deutsch­land und in ent­ste­hen­de Freundschaften.

Uta Plate 
Uta PlaĀ­te ist TheaĀ­terĀ­maĀ­cheĀ­rin, DozenĀ­tin, RegisĀ­seuĀ­rin. Nach ihrem StuĀ­diĀ­um der angeĀ­wandĀ­ten KulĀ­turĀ­wisĀ­senĀ­schafĀ­ten (UniĀ­verĀ­siĀ­tƤt HilĀ­desĀ­heim) wurĀ­de ihre PubliĀ­kaĀ­tiĀ­on ā€žFremd bleiĀ­benā€œ über interĀ­kulĀ­tuĀ­relĀ­le TheaĀ­terĀ­arĀ­beit ver­öfĀ­fentĀ­licht. Von 1999–2014 war sie leiĀ­tenĀ­de TheaĀ­terĀ­pƤdĀ­agoĀ­gin an der SchauĀ­bühĀ­ne BerĀ­lin. Seit 2014 arbeiĀ­tet Uta PlaĀ­te interĀ­naĀ­tioĀ­nal als freiĀ­schafĀ­fenĀ­de RegisĀ­seuĀ­rin und Dozentin. 

Anschlie­ßend
Zeit für gemütĀ­liĀ­chen AusĀ­tausch im MühĀ­lenĀ­foyĀ­er und im KleiĀ­nen Foyer

8:00–9:00
FrühĀ­stück in der BA

Pra­xis-Per­spek­ti­ven (trans­kul­tu­rel­les Ler­nen), 6 Räu­me, Mode­ra­ti­on: Ley­la Ercan:

I) SprachĀ­lerĀ­nenĀ­des Spiel

JohanĀ­ne Bellersen

#sprach­ler­nen­des­spiel ist ein trans­kul­tu­rel­les Thea­ter- und Sprach­lern­pro­jekt in Han­no­ver, das die Sprach­kom­pe­tenz von Schüler*innen, die Deutsch als Zweit­spra­che ler­nen, mit thea­ter­päd­ago­gi­schen Mit­teln för­dert. Über die Dau­er eines Schul­jah­res wer­den von zwei Stu­die­ren­den des Stu­di­en­fachs Dar­stel­len­des Spiel thea­tra­le Grund­la­gen und die deut­sche Spra­che ver­mit­telt. Außer­dem wird gemein­sam eine Insze­nie­rung ent­wi­ckelt. Der thea­tra­le Pro­duk­ti­ons­pro­zess lädt die maxi­mal hete­ro­ge­nen Lern­grup­pen zum krea­ti­ven Aus­tausch ein und ermög­licht den Schüler*innen kul­tu­rel­le Teil­ha­be in ihrem neu­en Hei­mat­land.
Nach einer kur­zen Vor­stel­lung des zwei­stu­fi­gen Lern­ver­fah­rens von #sprach­ler­nen­des­spiel sowie der Pro­jekt­struk­tur kom­men wir über päd­ago­gi­sche Vor­zei­chen, mög­li­che Hür­den und Gren­zen unse­rer Arbeit ins Gespräch. Abschlie­ßend laden wir euch als Expert*innen für Schul­thea­ter herz­lich ein, mit uns über Adap­ti­ons­mög­lich­kei­ten und eine über­re­gio­na­le Wei­ter­ent­wick­lung des Pro­jekts zu brainstormen.

II) GRINS e.V. Braunschweig

TheĀ­reĀ­sa MeiĀ­dinĀ­ger & Anna Maria Buchgraber

​​Der Zweck des GRINS VerĀ­eins BraunĀ­schweig ist die FƶrĀ­deĀ­rung von Kunst und KulĀ­tur, kulĀ­tuĀ­relĀ­ler BilĀ­dung, künstĀ­leĀ­riĀ­scher und theaĀ­terĀ­pƤdĀ­agoĀ­giĀ­scher ProĀ­jekĀ­te insĀ­beĀ­sonĀ­deĀ­re durch die Arbeit mit unterĀ­schiedĀ­liĀ­chen KulĀ­tur- und ZielĀ­grupĀ­pen.
Neben dieĀ­ser aktiĀ­ven Arbeit mit AsylĀ­suĀ­chenĀ­den orgaĀ­niĀ­siert GRINS zusƤtzĀ­lich Theater‑, KonĀ­zert- und FesĀ­tiĀ­valĀ­beĀ­suĀ­che.
Der Ver­ein dient als Platt­form für den Aus­tausch und die Umset­zung künst­le­ri­scher, kul­tu­rel­ler und päd­ago­gi­scher Pro­jek­te und Ideen auf regio­na­ler und über­re­gio­na­ler Ebe­ne sowie als Platt­form zur Völ­ker­ver­stän­di­gung zwi­schen der Auf­nah­me­ge­sell­schaft und Flüch­ten­den mit Hil­fe von kul­tu­rel­len und künst­le­ri­schen Mitteln.

III) boat peo­p­le pro­jekt e.V. / Göttingen

Nina de la Chevallerie

Frei­es Aus­tausch­fo­rum über trans­kul­tu­rel­le Initia­ti­ven und Per­spek­ti­ven für grenz­über­schrei­ten­de Schul­thea­ter­pro­jek­te.
Seit 2009 führt das Freie TheaĀ­ter boat peoĀ­pĀ­le proĀ­jekt TheaĀ­terĀ­proĀ­jekt auch an und mit SchuĀ­len durch. Zu der langĀ­jƤhĀ­riĀ­gen ErfahĀ­runĀ­gen gehö­ren ErfolĀ­ge, sinnĀ­stifĀ­tenĀ­des ArbeiĀ­ten für alle SeiĀ­ten, aber auch EntĀ­tƤuĀ­schunĀ­gen, ScheiĀ­tern, VerĀ­letĀ­zunĀ­gen. Das Forum soll dieĀ­sen GrenzĀ­erfahĀ­runĀ­gen und dem ScheiĀ­tern einen Raum für einen AusĀ­tausch geben. GemeinĀ­sam anaĀ­lyĀ­sieĀ­ren wir ā€žFehĀ­lerĀ­quelĀ­lenā€ aus dem prakĀ­tiĀ­schen ArbeiĀ­ten und erarĀ­beiĀ­ten darĀ­aus Perspektiven.

IV) WorkĀ­shops an Schulen

GabrieĀ­la Vasileva

HajuĀ­som e.V. ist ein ZenĀ­trum für transĀ­naĀ­tioĀ­naĀ­le KünsĀ­te in HamĀ­burg. VieĀ­le MenĀ­schen mit und ohne FluchtĀ­erĀ­fahĀ­rung haben es seit 1999 geformt. 
In HajuĀ­soms LAB und TRANSĀ­FER-AngeĀ­boĀ­ten kƶnĀ­nen sich JugendĀ­liĀ­che und junĀ­ge ErwachĀ­seĀ­ne ausĀ­proĀ­bieĀ­ren und expeĀ­riĀ­menĀ­tieĀ­ren, wachĀ­sen und wanĀ­dern: Hier werĀ­den ErlebĀ­nisĀ­se zu TexĀ­ten, GedanĀ­ken zu MeloĀ­dien, aus einer LauĀ­ne eine ganĀ­ze ChoĀ­reoĀ­graĀ­fie. ErfahĀ­reĀ­ne Künstler*innen unterĀ­stütĀ­zen junĀ­ge MenĀ­schen dabei, künstĀ­leĀ­riĀ­sche WerkĀ­zeuĀ­ge zu entĀ­deĀ­cken und zum AusĀ­druck ihrer PerĀ­sƶnĀ­lichĀ­keit werĀ­den zu lassen.

Im FrühĀ­jahr 2021 entĀ­stand das ersĀ­te hybriĀ­de ForĀ­mat im RahĀ­men einer KoopeĀ­raĀ­tiĀ­on zwiĀ­schen HajuĀ­som und KAROLONIA SpeĀ­ziĀ­es 21. Ein HƶrĀ­spiel von und mit Schüler*innen der StadtĀ­teilĀ­schuĀ­le Horn und angeĀ­leiĀ­tet von ElmiĀ­ra GhaĀ­foĀ­oĀ­ri und KataĀ­liĀ­na Gƶtz.

V) TheaĀ­terĀ­sprachĀ­camp

WolfĀ­gang Sting

Das HamĀ­burĀ­ger TheaĀ­terĀ­SprachĀ­Camp (TSC) ist ein ganzĀ­heitĀ­liĀ­ches und inkluĀ­siĀ­ves Lern- und BilĀ­dungsĀ­proĀ­gramm, das Sprach(en)bildung und ƤstheĀ­tiĀ­sche BilĀ­dung durch Lesen, TheaĀ­ter, Spiel und FreiĀ­zeit verĀ­binĀ­det. Als KoopeĀ­raĀ­tiĀ­onsĀ­proĀ­jekt der BehƶrĀ­de für SchuĀ­le und BerufsĀ­bilĀ­dung, der UniĀ­verĀ­siĀ­tƤt HamĀ­burg, des JugendĀ­erĀ­hoĀ­lungsĀ­werks HamĀ­burg e. V., des LanĀ­desĀ­inĀ­stiĀ­tuts für LehĀ­rerĀ­bilĀ­dung und SchulĀ­entĀ­wickĀ­lung und der acaĀ­deĀ­mie creĀ­arĀ­TaT finĀ­det das TSC seit 2007 jƤhrĀ­lich als dreiĀ­wö­chiĀ­ge FeriĀ­enĀ­freiĀ­zeit statt. Das besonĀ­deĀ­re ProĀ­fil dieĀ­ser Sprach(en)bildung/Sprachfƶrderung für KinĀ­der der dritĀ­ten bzw. vierĀ­ten KlasĀ­se mit und ohne MigraĀ­tiĀ­onsĀ­hinĀ­terĀ­grund liegt in der proĀ­dukĀ­tiĀ­ven VerĀ­zahĀ­nung von Lesen, TheaĀ­terĀ­spieĀ­len, SinĀ­gen, SchreiĀ­ben mit SpieĀ­len und FreiĀ­zeit. Die MehrĀ­spraĀ­chigĀ­keit und DiverĀ­siĀ­tƤt in den KinĀ­derĀ­grupĀ­pen wird als PotenĀ­ziĀ­al in die Sprach- und TheaĀ­terĀ­arĀ­beit einĀ­geĀ­bunĀ­den. Die QuaĀ­liĀ­fiĀ­zieĀ­rung der Betreuer:innen, meist StuĀ­dieĀ­renĀ­de der Uni HamĀ­burg, im Bereich TheaĀ­ter erfolgt über den ArbeitsĀ­beĀ­reich TheaĀ­terĀ­pƤdĀ­agoĀ­gik, SemiĀ­narĀ­leiĀ­tung IriĀ­nell Ruf (u.a. mit Boals TheaĀ­terĀ­anĀ­satz). TheaĀ­ter schafft emoĀ­tioĀ­naĀ­le SprechĀ­anĀ­lƤsĀ­se und inszeĀ­niert SpreĀ­chen in einer VielĀ­falt aus Text, KƶrĀ­per, Raum, Zeit, Bild, Ton, Musik, InterĀ­akĀ­tiĀ­on. InsĀ­beĀ­sonĀ­deĀ­re durch seiĀ­ne perĀ­forĀ­maĀ­tiĀ­ven, spieĀ­leĀ­risch-szeĀ­niĀ­schen und sinnĀ­liĀ­chen MomenĀ­te kann TheaĀ­ter Sprach(en)bildung unterĀ­stütĀ­zen, auch weil es soziaĀ­le wie ƤstheĀ­tiĀ­sche WahrĀ­nehĀ­mungsĀ­proĀ­zesĀ­se anregt. 

VI) TransĀ­kulĀ­tuĀ­rell /Gemeinsam/Maßlos – ein proĀ­gramĀ­maĀ­tiĀ­scher NeuĀ­start am TheaĀ­ter Osnabrück

Sophia Grü­del­bach

TransĀ­kulĀ­tuĀ­rell steht für das MitĀ­einĀ­anĀ­der in der BegegĀ­nung unterĀ­schiedĀ­liĀ­cher KulĀ­tuĀ­ren. So erƶffĀ­net das VerĀ­schwinĀ­den von fesĀ­ten GewissĀ­heiĀ­ten hin zu einem offeĀ­nen, flie­ßenĀ­den Bild von IdenĀ­tiĀ­tä­ten RƤuĀ­me für unerĀ­warĀ­teĀ­te BegegĀ­nunĀ­gen.ā€œ   (Das neue LeiĀ­tungsĀ­team TheaĀ­ter OsnaĀ­brück)
Künst­le­ri­scher Aus­druck ist immer auch geprägt von der ganz per­sön­li­chen kul­tu­rel­len Erfah­rung einer/eines jeden Ein­zel­nen. Moder­ne Kul­tu­ren sind nie geschlos­sen und ein­deu­tig abgrenz­bar, sie sind mit­ein­an­der ver­floch­ten und durch­drin­gen ein­an­der. Das Thea­ter Osna­brück Trans­kul­tu­rell möch­te ab der Spiel­zeit 2021/22 gezielt das Publi­kum aller kul­tu­rel­len Her­kunft anspre­chen. In jeder Spiel­zeit wird mit einem Län­der­schwer­punkt ein ande­rer Kul­tur­kreis mit sei­nen Geschich­ten, Musik­sti­len und künst­le­ri­schen Aus­drucks­for­men in den Fokus des gesam­ten Spiel­plans gerückt. Mit einer eige­nen Ansprech­part­ne­rin für den Bereich Thea­ter Osna­brück Trans­kul­tu­rell sol­len lang­fris­ti­ge Part­ner­schaf­ten und künst­le­ri­sche Begeg­nungs­for­ma­te am Thea­ter Osna­brück auf­ge­baut wer­den, die die kul­tu­rel­le Viel­falt der Stadt und sei­ner Men­schen erleb­bar machen. Ziel ist es, gemein­sam ein Thea­ter für alle und von allen zu gestalten.

11:00 – 12:30 Uhr
Verab­re­dun­gen und Per­spek­ti­ven für ein trans­kul­tu­rel­les Schultheater

Bün­de­lung der Ein­drü­cke aus den Pra­xis-Per­spek­ti­ven. Initia­ti­ven und Ver­ab­re­dun­gen für ein trans­kul­tu­rel­les Schultheater.

12:30 – 13:30 Uhr
MitĀ­tagĀ­essen in der BA

AbreiĀ­se

BVTS

Begegnung

Labor

Forschung

Bildung

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Forum

Die Seite Schul.Theater lädt alle am Schultheater interessierten Menschen ein, sich über Grenzen hinweg zu inspirieren und zu informieren, zu verbinden und im Forum in den Austausch zu kommen.

Schul.Theater

Die Seite Schul.Theater lädt alle am Schultheater interessierten Menschen in fünf digitalen Räumen dazu ein, sich über Grenzen hinweg zu inspirieren und zu informieren, zu verbinden und im Forum in den Austausch zu kommen.

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